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Scharf essen - gesund oder gefährlich?

Scharfes Essen ist gesund und macht glücklich - stimmt das?

Nicht jeder mag scharfes Essen. Während manche nicht genug Chiliwürze in ihrer Mahlzeit haben können, stehen bei anderen nach einem Löffel die Schweißperlen auf der Stirn, bevor sie vor dem scharfen Mahl kapitulierend ein schmerzlinderndes Glas Milch fordern. Dabei soll Schärfe doch gesund sein, beim Abnehmen helfen und sogar glücklich machen. Aber ist das nicht ein wenig übertrieben oder stimmt das wirklich? Ist scharfes Essen wirklich so gut für die Gesundheit, für Körper und Geist?

Durchblutung mit scharfem Essen anregen

Eine feurige Currywurst, ein stark gewürztes Chili con Carne oder eine scharfe Reispfanne mit Tabasco: Scharfes Essen regt die Wärmerezeptoren an, deshalb schwitzen wir, wenn es schärfer ist, als uns lieb ist. Dabei regt die Schärfe die Durchblutung des Gewebes. Die Bedeutung einer guten Durchblutung ist bekannt: Jede Zelle des Körpers wird durch die Durchblutung mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das wiederum bedeutet einen geförderten Erhalt sämtlicher Körperfunktionen.

Genauso wird auch der Speichelfluss im Mund angeregt und viele scharfe Gewürze wie Chili und Peperoni wirken antibakteriell. Das spüren Menschen, die nicht empfindlich auf die Schärfe reagieren, bis in die Darmregionen: Verdauungsstörungen wie Verstopfung können durch scharfe Zutaten in der Mahlzeit ebenfalls gelindert werden. Während Pfeffer beispielsweise die Verdauung und den Kreislauf anregt, reguliert Senf den Blutdruck und Ingwer ist bei Übelkeit und Erbrechen bewährt. Scharfes Essen ist also durchaus gesund, sofern Sie es grundsätzlich vertragen und bei den Rezepten nicht übertreiben.

Hilft scharfes Essen beim Abnehmen?

Durch die angeregten Wärmerezeptoren kühlt der Körper seine Temperatur automatisch ab. Im Sommer und in warmen Regionen ist scharfes Essen also eine willkommene Wohltat, um sich etwas abzukühlen! Aber nicht nur das: Durch die angeregte Durchblutung wird Wärme im Körper freigesetzt. Das sind quasi in Wärme umgewandelte Kalorien, die Sie somit verbrauchen. Scharfes Essen erhöht deshalb den Kalorienverbrauch, wenn auch nur leicht. Ersetzen Sie sportliche Betätigung also keinesfalls durch scharfes Essen! Laut Studien hält es sogar den Insulinspiegel in Schach, der bei erhöhten Werten hingegen eine Gewichtszunahme begünstigt. Hinzukommt die Tatsache, dass Sie schärferes Essen in der Regel etwas langsamer und in kleineren Happen zu sich nehmen. Dadurch stellt sich früher ein Völlegefühl ein. Sie möchten abnehmen? Dann essen Sie öfter scharf!

Endorphine im Essen - scharf macht glücklich!

Scharf essen macht glücklich, heißt es. Und es stimmt, in gewisser Hinsicht. Um zu verstehen, warum scharfes Essen zumindest ein wenig glücklicher macht, werfen wir einen Blick darauf, was im Körper geschieht: Der Wirkstoff Capsaicin, der für die Schärfe von Zutaten wie Paprika und Chili verantwortlich ist, reizt die Nervenenden, die eigentlich Wärme wahrnehmen. Deshalb spüren wir beim Essen Schärfe, die wir als „brennend“ bezeichnen. Das bedeutet, dass unser Gehirn eigentlich Signale für Schmerzen empfindet. Darauf reagiert er, als eine Art Schutzmechanismus, mit der Ausschüttung von Endorphinen - den Glücksmachern im Körper. Diese Glückshormone können dann entspannend und sogar belebend wirken. Das ist Wellness durch den Magen.

Scharfes Essen - nicht für jeden geeignet

Die Schärfetoleranz unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Doch einige reagieren auf ein feuriges Gericht jedoch mit Sodbrennen, Magenschmerzen oder Durchfall - dann ist scharfes Essen selbstverständlich zu meiden und eher ungesund. Glücklich machen die Beschwerden sicherlich nicht. Wie so oft gilt aber grundsätzlich: Die Menge macht’s. Übertreiben Sie es also nicht mit dem scharfen Essen. Besonders bei Chili-Produkten ist Vorsicht geboten, da ein übermäßiger Verzehr die Schleimhäute reizt und eine Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden hervorrufen kann. Dazu zählen Übelkeit, Erbrechen und Bluthochdruck. Überanstrengen Sie Ihren Körper also nicht mit der „schärfsten Currywurst der Welt“, das kann Ihrem Kreislauf und damit Ihrer Gesundheit schaden. Vor allem, wenn Sie scharfes Essen ohnehin nicht vertragen. Vorsicht ist daher besonders bei Kindern und älteren Menschen geboten.

Tipps für den Verzehr von scharfem Essen

• Würzen Sie langsam und schmecken Sie beim Kochen ab, um nicht zu viel Schärfe hinzuzugeben.
• Waschen Sie beim Umgang mit Chili gründlich Ihre Hände. Und fassen Sie sich nicht in die Augen!
• Der Scharfmacher Capsaicin ist fettlöslich. Wenn Ihnen also mal der Mund brennt, hilft deshalb ein Glas Milch.
• Scharfes Essen ist entgegen der Befürchtung vieler werdender Mütter auch in der Schwangerschaft erlaubt - natürlich in Maßen.

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