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Tipps zum Pilze sammeln im Herbst

Ist Pilze sammeln erlaubt? Und welche Pilze sind giftig?

Mit dem Herbst beginnt auch die Pilzsaison. Dann sprießen nämlich Pilze in allen Formen und Farben aus dem feuchten Waldboden. Viele Menschen begeben sich zur Hochsaison deshalb wieder in den heimischen Wald, um die schmackhaften und gesunden Bewohner der Natur zu ernten und zu leckeren Gerichten zu verarbeiten. Aber ist das Pilzesammeln eigentlich erlaubt? Und welche Pilze sind überhaupt genießbar und welche sind giftig?

Pilze sammeln im Wald: In Maßen durchaus erlaubt

Pilze im Wald zu sammeln, ist grundsätzlich erlaubt. Zumindest in üblichen Mengen, etwa für eine Mahlzeit. Korb für Korb an Pilzen aus dem Wald zu tragen und womöglich noch zu verkaufen oder anderweitig zu verbreiten, hingegen nicht. Das kann durchaus ein Bußgeld nach sich ziehen. Auch ist bei Privatwäldern Vorsicht geboten, da nicht alle Waldeigentümer damit einverstanden sind, wenn Sie in ihrem Wald Pilze sammeln.

Erkundigen Sie sich dazu am besten bei Ihrer örtlichen Naturschutzbehörde, wo und in welchen Mengen Sie definitiv Pilze sammeln dürfen, ohne der Natur oder Eigentümern zu schaden. In Waldstücken öffentlicher Verwaltung bekommen Sie in der Regel keine Probleme. Die sogenannte „Unteren Naturschutzbehörde“ kann auch Ausnahmegenehmigungen für größere Mengen ausstellen - falls Sie mal doch den einen oder anderen Pilz mehr mitnehmen möchten und für die Großfamilie kochen.

Pilze unter Artenschutz - nicht einfach sammeln!

Einige Pilze stehen unter Artenschutz. So beliebt und schmackhaft Pfifferling, Steinpilz, Rotkappe, Brätling und Morchel auch sind - mitnehmen ist zwar eigentlich nicht erlaubt, doch gibt es auch hier Ausnahmeregelungen. In kleinen Mengen für den Eigenbedarf dürfen auch die gesammelt werden. Nur bei einigen Pilzarten, etwa Trüffeln, gilt streng das Gebot: Finger weg! Diese geschützten Pilzarten dürfen Sie nicht aufsammeln und mitnehmen. Bevor Sie zum Pilze sammeln in den Wald gehen, sollten Sie die verschiedenen Pilzarten also auseinanderhalten können. Nicht nur wegen dem Artenschutz!

Giftige und verzehrbare Pilze unterscheiden

Wer Pilze sammeln geht, um sie zu verspeisen, sollte dies nach dem folgenden Grundsatz tun: Essen Sie nur, was Sie auch definitiv als ungiftig identifizieren können. Im Zweifelsfall lassen Sie die Pilze im Wald zurück! Ein Risiko sollten Sie nicht eingehen, sonst steht ihre Gesundheit auf dem Spiel. Übelkeit und Erbrechen sind noch die harmloseren Nebenwirkungen giftiger Pilze. Mit einer Tasse Tee und einem Wellness-Wochenende ist es danach in der Regel nicht getan. Zusätzlich sollten Sie die frischen Pilze aus dem Wald von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) prüfen lassen. Auf der Website der DGfM finden Sie eine nach Postleitzahl sortierte Liste mit Pilzsachverständigen, welche Ihnen Auskunft über die gesammelten Pilze geben. Auch für geübte Sammler ist es manchmal schwer einen „echten“ von einem „falschen“ Pfifferling zu unterscheiden. Teilweise unterscheiden sich giftige Pilze nur durch feine Farbnuancen von ihren genießbaren Artverwandten. Die verwirrende Artenvielfalt braucht also Übung!

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