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„ASMR“ - Die Audio-Massage für’s Gehirn

Entspannendes Kopfkribbeln durch akustische Sinnesreize

Was ist dieses ASMR eigentlich?

ASMR steht für „Autonomous sensory meridian response“. Diese englische Bezeichnung hat sich auch in Deutschland durchgesetzt. Umschrieben wird diese etwas andere Form der Entspannungstherapie auch durch Wellness für’s Gehirn“ oder „emotionales Kopfkribbeln“, was einer Gänsehaut gleichkommt. In den vergangenen Jahren ist ASMR weltweit zum Phänomen geworden. Millionen von Menschen schauen sich im Internet sogenannte ASMR-Videos an, die durch akustische Sinnesreize für tiefe Entspannung sorgen sollen. Zum Beispiel durch sanftes Flüstern oder das Knistern von Folien. Das funktioniert aber nur mit Kopfhörern. Weshalb diese Sinnesmassage bei vielen Menschen so effektiv ist, konnte bislang noch nicht hinreichend wissenschaftlich erforscht werden.

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Was bringt ASMR und ist das was für mich?

Eingesetzt wird die durch ASMR hervorgerufene Entspannung zum Beispiel erfolgreich bei Schlafstörung oder Panikattacken, auf eine Linderung schwören viele Betroffene. Ein Großteil der ASMR-Liebhaber nutzt die Methode allerdings einfach zur Entspannung und zum gemütlichen Einschlafen. Aber nicht jeder ist für ASMR empfänglich. Während manch einer sofort nach wenigen Sekunden mit Gänsehaut einschläft, empfinden andere die vielen Videos einfach nur als komisch, verstehen den Sinn dahinter gar nicht. Zudem unterscheiden sich die Auslöser und ihre Intensität, die sogenannten „Trigger“, von Mensch zu Mensch. Bestimmte Laute, die der eine als angenehm empfindet, nimmt der andere hingegen vielleicht als störend wahr.

Welche AMSR-Videos sind die richtigen für mich?

Während einige Zuhörer nur bei einer sanft flüsternden Frauenstimme einen warmen Schauer spüren, der sich vom Kopf über den ganzen Körper ausbreitet, muss es für andere eine Männerstimme oder das Knistern einer Plastiktüte sein. Vielleicht aber auch das Hacken und Schneiden von Zutaten in einer Küche. Manche mögen es dabei mit Sprache, manche gänzlich ohne Worte. Um herauszufinden, welche ASMR-Videos funktionieren, gibt es verschiedene „Trigger-Videos“, die viele verschiedene Techniken aneinanderreihen. So finden Sie heraus, ob und bei welcher ASMR-Technik es bei Ihnen „klickt“. Kopfhörer aufsetzen!

Denken Sie vorab an Ihre persönlichen Vorlieben: Wer beispielsweise gern in der Badewanne entspannt und es liebt, danach die warme Luft eines Föns an der Kopfhaut zu spüren, bekommt vielleicht von dem Geräusch einer voll laufenden Badewanne und dem anschließenden Föhnen eine Gänsehaut. Am besten dann, während er warm zugedeckt und mit geschlossenen Augen im Bett liegt. Oder finden Sie das Geräusch einer Dunstabzugshaube entspannender? Das mag für ASMR-Neulinge zunächst kurios klingen, kann aber einen außerordentlichen und langanhaltenden Wohlfühleffekt hervorrufen.

Entspannung durch ASMR? Probieren Sie es doch mal damit!

• „Tapping“- und „Crinkly“-Sounds: Die einfachsten Klänge und Gesten können schon für ein wohliges Gefühl sorgen. Zum Beispiel Fingernägel, die auf ein Glas tippen, das Blättern in einer Zeitschrift oder das Zerknüllen von Papier und Plastik. Auf welches Material Sie am besten reagieren, müssen Sie einfach ausprobieren.

• AMSR-Rollenspiele: Ein Besuch beim Friseur oder bei der Wellness-Massage kann für Kopfkribbeln sorgen. Lässt es viele Zuhörer doch glauben, sie säßen tatsächlich beim Friseur oder lägen auf der Massageliege. Ist nicht schon der Gedanke daran entspannend? Beliebt bei Männern: Eine ordentliche Bartrasur mit Rasierschaum!

• Rauschen (oder „White Noise“) wirkt auf viele Menschen ebenso entspannend. Erinnern Sie sich noch an das Fernsehrauschen früherer Zeiten, als die Sender nachts das Programm einstellten, während Sie im Sessel einschliefen und dann vor dem schwarz-weißen Rauschen aufwachten? Wenn ja, sollten Sie es mal ausprobieren.

• Hautpflege und Schminken ist besonders bei Frauen beliebt: Können Sie sich dabei doch vorstellen, Sie ließen sich professionell schminken, ohne auch nur einen Finger zu rühren. Das Streichen der Pinsel auf dem Mikrofon, das Tupfen der Wattebäusche und das Auftragen von Nagellack sind ebenso effektive „Trigger“-Laute.

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