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Warm bleiben trotz klirrender Kälte

Schnee, Skisport, Spaß – aber bei minus 10 Grad wird’s trotzdem irgendwann kalt. Was kann man dagegen tun?

Winter ist toll: Endlich Skifahren und Rodeln, endlich Schneemänner mit den Kindern bauen, endlich Glühwein und heißen Punsch vor romantischer Schnee-Kulisse genießen. Bis es nach einer halben Stunde dann doch zu kalt wird: Die Hände werden klamm und die Zehen taub, egal wie gut die Winterstiefel gefüttert sind. Aber muss die Kälte den Wellnessurlaub zunichte machen?

Jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können reingehen, und sich an der warmen Heizung aufwärmen – dann verpassen Sie aber Schneeballschlachten, Winterlandschaften und Romantik pur. Besser ist Möglichkeit Nummer 2: Sie wärmen sich draußen auf. Mit unseren kleinen Wärme-Tricks brauchen Sie sich auch bei klirrender Kälte keine Sorgen um die Gesundheit machen.

Viele Kleidungsschichten halten warm

Warm einpacken als Tipp gegen Kälte? Wir geben zu: das klingt nach Binsenweisheit. Trotzdem ziehen sich noch immer viele Leute „falsch“ an, wenn sie zum Skifahren oder Schneeschuhwandern gehen: ein dicker Pulli, darunter ein T-Shirt oder Unterhemd. Tatsache ist: Ihr Pullover kann so dick sein wie er will, mit nur drei Schichten werden Sie trotzdem frieren.

Wer sich wirklich warm anziehen möchte, kleidet sich nach dem Zwiebelprinzip; mehrere einzelne, dünne Schichten also zwei oder drei T-Shirts unter einer Strickjacke und darüber dann die Winterjacke. Wenn die einzelnen Kleidungsstücke noch locker sitzen und nicht zu eng anliegen, machen Sie alles richtig: So bildet sich eine Luftschicht zwischen den einzelnen Lagen Kleidung und die hält die Kälte ab.

Das Schichten-Prinzip gilt aber nicht nur für Ihren Oberkörper: Eine lange Unterhose wärmt Ihre Beine optimal, zwei Paar dünne Baumwollsocken halten wärmer als ein Paar dicke Wollsocken. Auf dem Kopf wird das aber schwierig anzuwenden - schließlich möchte niemand mit zwei Mützen herumlaufen. Trotzdem sollten Sie Ihre Ohren und den Kopf mit einer gut gefütterten Mütze bedecken. Über den verliert der Körper die meiste Wärme.

Füße warm – alles warm!

Eine ähnliche Stellung nehmen auch Ihre Füße ein: sind die warm, fühlen sich die meisten Menschen schon deutlich besser, was die Temperatur angeht. Wenn Ihnen schon fast die Zehen abfrieren, kann der Oberkörper so aufgeheizt sein, wie er möchte: Sie frieren. Stellen Sie sich Ihre Füße einfach als die Klimaanlage Ihres Körpers vor.

Richtige Schuhe sind also ein wichtiger Punkt beim warm einpacken: Wasserdicht sollten sie sein, vor allem wenn Sie viel in der Natur unterwegs sind. Turnschuhe oder attraktive Stiefel leisten das meist nicht: Gefütterte und imprägnierte Winterstiefel sind erste Wahl. Wenn Sie dann trotzdem noch frieren, helfen Einlegesohlen aus Lammfell – die machen aus Ihren Schuhen einen kuschligen Wohlfühltempel für Ihre Füße.

Wenn gar nichts mehr hilft, dann würzen Sie die Innenseite Ihrer Strümpfe doch mal mit Chili oder Zimt. Das klingt absurd, sorgt aber tatsächlich für warme Füße. Fangen Sie aber langsam an: Wer sich eine ganze Packung Chilipulver in die Socken schüttet, tut seinen Füßen auch nichts Gutes. Alternativ gibt es in vielen Drogeriemärkten auch Einlegesohlen mit Chili oder Zimt.

Feurige Gewürze gegen brennende Kälte

Scharfe Lebensmittel helfen aber nicht nur von außen: Chili, Pfeffer, Paprika oder Tabasco sorgen nicht nur im Mund für ein feuriges Erlebnis, sondern wärmen Ihren gesamten Körper von innen. Natürlich ist es etwas unhandlich, nach Bedarf einen Schluck aus der Tabasco-Flasche zu nehmen, wenn die Finger klamm werden.

Aber wenn Sie draußen essen, beispielsweise auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Gourmet im Schnee des Haubers Alpenresorts, dann greifen Sie ruhig beherzt zu, wenn es ein Chili con Carne oder etwas ähnliche scharfes gibt.

Heiße Getränke halten warm

Um den Körper von innen zu wärmen, müssen Sie aber nicht zwangsläufig essen – auch ein warmes Getränk hilft, beispielsweise ein leckerer, heißer Tee. Für eine besonders große Aufwärmleistung ist Ingewertee bekannt:

Dessen Inhaltsstoffe, allen voran seine ätherischen Öle und die Schärfe sorgen nachhaltig für ein warmes Gefühl im Inneren, das auch noch anhält, wenn Sie den Tee schon lange ausgetrunken haben. Besonders effektiv ist hier frischer Ingwertee: Ingwer kleinhacken, mit kochendem Wasser überbrühen, ziehen lassen, fertig. Der selbstgemachte Tee lässt sich auch super in der Thermoskanne mitnehmen.

Glühwein oder heißer Eierpunsch wärmen übrigens nur kurz: Die Hitze der Getränke tut zwar gut, der enthaltene Alkohol hat aber eher die entgegengesetzte Wirkung – weil er unsere Blutgefäße erweitert, verliert der Körper durch ihn sogar Energie und damit Wärme.

Bewegung, Bewegung

Wenn uns friert, hüpfen wir instinktiv auf und ab, springen von einem Bein auf das andere oder reiben uns die Arme. Der Grund ist simpel: Bewegung wärmt uns auf, fördert die Durchblutung, setzt Energie frei. Da reicht es oft schon, einfach nicht allzu lange stehenzubleiben, sondern stattdessen einfach umherzuschlendern.

Das ist übrigens auch der Grund, warum wir selten beim Ski- oder Snowboardfahren frieren, sondern erst wenn wir sitzen oder stehenbleiben. Aber für die Pausen beim Wintersport haben wir ja Chili con Carne und Ingwertee dabei.

Abhärten in der Sauna

Kälte stört uns im Wesentlichen deshalb, weil wir Wärme gewohnt sind und das in einem relativ engen Rahmen von 18 bis 23 Grad. Alles was kälter wird, empfinden die meisten schon als unangenehm. Tatsächlich kann man sich das Frieren aber bis zu einem gewissen Grad abtrainieren.

Wer beispielsweise regelmäßig die Sauna oder das Kneippbecken besucht, gewöhnt sich an schnelle und extreme Temperatur-Unterschiede und härtet langsam ab. So manche Frostbeule kann nach ein paar Tagen Training wenigstens leichte Minusgrad locker ab.

Warum frieren wir eigentlich?

Mit unseren Tipps sind Sie beim nächsten Schneeschuhwandern oder beim Winterbrunch im Freien bestens gerüstet. Auf die leichte Schulter nehmen sollten Sie die Kälte trotzdem nicht: Ab einem gewissen Grad ist sie nicht nur unangenehm, sondern verursacht regelrechte Kälteschmerzen, vielleicht laufen sogar Ihre Finger oder Lippen blau an.

Wenn es soweit ist, flüchten Sie schnellstmöglich ins Warme: Ihr Körper warnt Sie mit diesen Signalen davor, dass die Kälte gesundheitsschädliche Ausmaße erreicht hat. Genauso wie zum Beispiel ein Stück Fleisch in der Tiefkühltruhe einen Gefrierbrand davontragen kann, kann das bei zu extremen Minusgraden auch Ihnen passieren. Also: Halten Sie sich warm und hören Sie auf Ihren Körper! Dann können Sie den wunderschönen Winter unbeschwert genießen.

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