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Kräuterwanderung zum Schwalbennest: Der Quendel

Aus dem vielseitigen Feldthymian zaubern wir nicht nur frischen Tee!

Bei unserer Kräuterwanderung hoch zum Schwalbennest im Haubers Alpenresort stoßen wir auf den Quendel - den Feldthymian, wie man das Gewächs auch nennt. Zwar ähnlich und oft gleichgesetzt, sind Thymian und Quendel doch zwei verschiedene Pflanzen. Im Allgäu finden Sie den frostresistenten Quendel häufig vor. Er strömt am Wegesrand einen lieblichen Duft von Thymian mit einem Hauch von Zitrone aus - perfekt für einen frisch aufgegossenen Quendel-Tee! Sie erkennen die etwa auf Wadenhöhe wachsende Pflanzen an ihren kleinen und kräftig grünen Blättern und ihren trichterförmigen Blüten, die in zartem Rosa, teils aber auch in Violett oder auch nur einem leicht rötlich gefärbten Weiß blühen.

Quendel statt Thymian - die vielseitigere Heilpflanze

In der Volksheilkunde hat der Feldthymian gegenüber dem echten Thymian eine wesentlich größere Bedeutung. Heileigenschaften haben sie aber natürlich beide. Während Thymian neben Basilikum, Rosmarin und Oregano nämlich ein echter Klassiker unter den Küchengewürzen ist, kommt der Quendel viel häufiger als Heilpflanze zum Einsatz. In früheren Zeiten wurde das Kraut etwa als "Liebfrauenbettstroh" verwendet und wurde getrocknet unter das Bett der schwangeren Frauen gelegt, um die Geburt zu erleichtern.

Der Quendel wirkt nämlich antibakteriell, pilzhemmend, verdauungsfördernd, entkrampfend, löst festsitzenden Husten bei Erkältungen und hilft bei Magen-Darm-Beschwerden. Damit ist die Pflanze eine natürliche Alternative zu vielen Medikamenten bei Erkältungserscheinungen und wird zum Beispiel bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit eingesetzt. Nicht nur bei Gesundheitsbeschwerden, sondern auch zum Genuss in der Küche ist das grüne Pflänzchen eine beliebte Zutat. Verglichen mit Thymian schmeckt Quendel etwas milder, aber dennoch pikant und würzig. Nachstehend folgen Quendel-Rezepte zum genießen und genesen.

Quendel-Tee - erfrischend und belebend, nicht nur bei Halsschmerzen

Bei Erkältungsbeschwerden und grippalen Infekten, Bronchitis, leichten Magen- und Darmerkrankungen, aber auch bei Sodbrennen, Husten und Blähungen empfiehlt sich ein frisch aufgebrühter Quendel-Tee. Der wirkt verdauungsfördernd, entkrampfend und löst festsitzenden Husten (Vorsicht ist allerdings bei Allergien geboten). Zwei Teelöffel Quendel pro halben Liter gießen Sie einfach mit heißem Wasser auf. Bei einer Erkältung nehmen Sie täglich zwei- bis dreimal eine Tasse Tee zu sich. Bei Halsbeschwerden nutzen Sie mehrmals täglich einen etwas stärkeren Teeaufguss zum Gurgeln.

Ein (Fuß-)Bad mit Quendel - Entspannend und gesundheitsfördernd

Nehmen Sie sich passend zu der Tasse Tee doch auch ein erholsames Quendelbad. Das ist nicht nur tiefenentspannend und beruhigend, sondern auch gesundheitsfördernd. Das bringt Wellness und Entschleunigung für die Seele. Dabei fördert das Bad die Durchblutung und wirkt zum Beispiel bei Pilzinfektionen antibakteriell. Dazu brauchen Sie nur ein paar wenige Zutaten, die Sie vermutlich ohnehin schon im Haus haben:

• 50 Gramm grobes Meersalz
• 10 Gramm frischen oder getrockneten Quendel (alternativ Thymian)
• 2-3 Tropfen ätherisches Thymian- oder Rosmarin-Öl
• (ein kleines Einmachglas oder ein Schraubglas)

Füllen Sie die Kräuter und das Salz schichtweise in ein Einmachglas oder einen vergleichbaren Behälter. Das ätherische Öl geben Sie auf die letzte Schicht Salz und schon haben Sie alle Zutaten für ein erholsames Quendelbad beisammen. Vor Gebrauch müssen Sie nur noch alle Zutaten gut durchmischen. Verwenden Sie frisches Kraut, sollten Sie das Bad maximal nach einer Woche verbrauchen. Mit getrockneten Kräutern hält sich das Badesalz ca. vier Wochen lang. Geben Sie es dann einfach in die Badewanne und genießen Sie für rund 20 Minuten das entspannende Bad. Alternativ geben Sie die Zutaten in eine Schüssel und gönnen Sich ein antibakterielles Fußbad. Probieren Sie es aus!

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