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Die beliebtesten Zuckeralternativen

Halten die Alternativen zum Zucker, was sie versprechen?

Zucker gilt als ungesund. Er wirkt dick machend, gar süchtig machend, so sagt man. Immer mehr Menschen schauen sich daher nach gesünderen Alternativen um, die den raffinierten Zucker ersetzen sollen. Schließlich wollen sie auf den süßen Geschmack nicht verzichten. Die Auswahl ist groß - besonders Bio-Feinkostläden versprechen mit Stevia oder Agavendicksaft ein gesünderes Leben. Doch welche Zucker-Alternativen sind wirklich gesünder als die leeren Kohlenhydrate von Raffinadezucker?

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Die beliebtesten Zucker-Alternativen

Stevia

Beliebt ist der Pflanzenextrakt besonders aufgrund seiner hohen Süßkraft. Schon eine Messerspitze entspricht etwa 100 Gramm Zucker. Auf dem glykämischen Index, der angibt, wie schnell ein Stoff den Blutzuckerspiegel steigen lässt, hat Stevia einen gesunden Wert von Null. Das ist besonders für Diabetiker der große Vorteil. Stevia eignet sich zum Süßen von Kaffee und Tee, Joghurt oder anderen Lebensmitteln. Zu empfehlen ist allerdings nur reines Stevia, ohne den industriell zugeführten Zusatzstoff E960. Auch hier gilt: Auf die Dosierung kommt’s an. Erhältlich ist Stevia als Pulver, Kapseln oder als flüssiges Süßungsmittel. Allerdings ist der dezente Eigengeschmack des Pflanzenstoffes nicht jedermanns Sache.

Birkenzucker (Xylit)

Xylit hat etwa 40 Prozent weniger Kalorien als Zucker. Es ist geschmacksneutral und ruft kein Karies hervor, da der Stoff von Bakterien nicht abgebaut wird. Sprich: Xylit schadet den Zähnen nicht. Auf dem Glykämischen Index hat der Birkenzucker genannte Süßstoff einen Wert von 7-12. Zum Vergleich: Zucker hat einen Wert von etwa 65-70 und lässt den Blutzucker damit deutlich schneller ansteigen. Dabei süßt Xylit genauso stark wie Zucker. Wegen seinem zuckerähnlichen Erscheinungsbild scheint sich Xylit auch zum Backen anzubieten, ist in Verbindung mit Hefe allerdings nicht zu gebrauchen. Der Teig wird nicht aufgehen, weil der Hefepilz das Xylit ebenfalls nicht verwenden kann. Außerdem vermuten Ärzte, dass Xylit im Dickdarm durch Bakterien vergärt wird und damit Blähungen verursacht.

Agavendicksaft

Besonders bei der veganen Ernährung setzen viele Menschen auf Agavendicksaft. Zwar hat der Syrup eine höhere Süßkraft, besitzt viele Mineralstoffe und hat auf dem Glykämischen Index einen deutlich niedrigeren Wert (11-19), doch besteht er zu 90 Prozent aus Fruktose. Ein Sättigungsgefühl wird daher nicht hervorgerufen. Deshalb ist Agavendicksaft auch ein unter Umständen noch schlimmerer Dickmacher als Zucker und sollte nur in Maßen verwendet werden. Zudem wird das Süßmittel über die Leber abgebaut und sorgt in zu hohen Dosen womöglich für Fettstoffwechselstörungen. Eine Zuckeralternative ist der Agavensirup also nur bedingt.

Honig und Ahornsirup

Im Vergleich zu Agavendicksaft enthalten Honig und Ahornsirup viele Mineralstoffe und Vitamine. Allerdings sind auch Fructose und Glucose enthalten und der klebrige Stoff hat eine mindestens genauso schädliche Wirkung auf die Zähne wie Zucker. Der Blutzucker steigt nur geringfügig langsamer an als bei herkömmlichen Zucker, der Wert beträgt ca. 60. Besonders bei Honig sollten Sie auf Imkerhonig setzen, der nicht erhitzt wurde. Bei einer Erwärmung von mehr als 42 Grad gehen nämlich viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Deshalb ist Honig dank seiner Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Spurenelemente zwar eine der besten Alternativen zum Zucker, aber keinesfalls die Wunderlösung.

Auf Zucker verzichten?

Zuckeralternativen gibt es viele. Vor- und Nachteile haben sie alle. Viele der beliebten Süßmittel, wie etwa der Agavendicksaft, enthalten jedoch viel zu viel Fruktose und sind damit bei häufigem Süßen noch schlimmer als Zucker. Außerdem belasten die Alternativen oft die Leber und erhöhen statt dem Blutzucker die Blutfettwerte. Auch eigenen sich manche Süßungsmittel nicht zum Backen oder haben einen für manche Geschmäcker zu starken Eigengeschmack. Ein Genuss sind sie dann oftmals nicht. Viele Ernährungsberater empfehlen deshalb: Wenn es nach etwas Süßem lockt, ob mit Zucker oder nicht, kommt es auf die Menge an. Süßen Sie also ruhig mit Zucker, aber in Maßen - so halten wir es auch im Haubers Alpenresort:. Viel gesünder sind die Zuckeralternativen nämlich nicht.

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