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Obst und Gemüse durch Einkochen haltbar machen

Durch Einwecken konservieren Sie Ihr Obst und Gemüse

Vielleicht kennen Sie es noch von Ihrer Mutter oder Ihrer Großmutter: das Einwecken von Obst und Gemüse. Wer die Frische saisonaler Früchte und Gewächse konservieren möchte, kocht diese nämlich ein. Dann schmecken zum Beispiel die süßlich duftenden und knallroten Erdbeeren aus dem Sommer noch im tiefsten Winter - und viel besser als die Erdbeeren aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt. Alles, was Sie dazu brauchen: Einweckgläser (erfunden von und benannt nach Johann Carl Weck) mit passenden Gummiringen, Federklammern, ein großer Topf und ein Thermometer. Schon kann es mit dem Einkochen losgehen!

Wie funktioniert das Einkochen von Lebensmitteln?

Obst und Gemüse werden beim Einwecken stark erhitzt und dadurch sterilisiert. Deshalb halten sich die Lebensmittel dann auch über viele Monate oder sogar Jahre noch. Beim Einkochen in einem Wasserbad oder im Backofen wird der Inhalt so stark erhitzt, dass er steril wird und die Luft darin entweicht. Beim Abkühlen entsteht dann ein Unterdruck, sodass sich der Deckel am Glas festzieht, ohne dass Keime die Chance haben, einzudringen. Haben Sie einen speziellen Einkochtopf, klappt das Einkochen dank Temperatursteuerung am einfachsten. Im Backofen müssen Sie akribisch auf Temperatur und Backzeit achten.

Welche Lebensmittel kann ich einkochen?

Besonders frisches Obst und Gemüse oder Kräuter lassen sich gut einkochen. Erdbeeren, Aprikosen, Pflaumen, aber auch Tomaten, Pilze und Zucchini konservieren Sie durch diese Methode. Sogar Fleisch und Backwaren wie Brot und Kuchen können Sie theoretisch einwecken. Beliebt ist auch die Konservierung von Marmeladen und Gelees.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einwecken

1. Die Einweckgläser vorbereiten

Die Gläser müssen zum Einkochen vollständig sauber sein. Sie mit heißem Wasser auszuwaschen, reicht dazu nicht aus. Sterilisieren Sie die Gläser deshalb in kochendem Wasser. Das gleiche gilt für die Gummiringe, die Sie ebenfalls im Wasserbad steril machen - am besten mit einem Schuss Essig im Wasser. Spülen Sie diese anschließend mit klarem, heißem Wasser nochmal ab. Fassen Sie die Einweckgläser und die Gummiringe am besten stets nur mit einer Zange an, ohne Sie zu berühren und womöglich zu verunreinigen.

2. Die Lebensmittel einfüllen

Zunächst sollten Sie Obst und Gemüse gründlich waschen und putzen. Danach sollten sie sich allerdings in einwandfreiem Zustand befinden und nicht beschädigt sein. Füllen Sie die Lebensmittel dann (ggf. nach jeweiliger Anleitung) ein, legen Sie den Gummiring auf den sauberen Glasrand und verschließen Sie das Glas fest.

3. Die Einweckgläser kochen

Geben Sie die Einweckgläser in einen großen Kochtopf oder einen speziell dafür vorgesehenen Einkochtopf. Die Gläser müssen fest im Topf stehen und sollten sich nach Möglichkeit nicht berühren. Dann füllen Sie Wasser ein, sodass die Gläser zu etwa dreiviertel bedeckt sind. Nun erhitzen Sie das Wasser langsam auf 100 Grad - die Temperatur sollten Sie mit einem Thermometer messen, um die Lebensmittel nicht zu heiß oder zu kalt zu kochen. Je nach Einmachgut müssen Sie die Lebensmittel nun zehn bis 120 Minuten einkochen.

4. Gläser abkühlen und überprüfen

Nehmen Sie die Einweckgläser vorsichtig aus dem Wasserbad und stellen Sie sie zum Abtropfen auf ein sauberes Tuch oder ein Kuchengitter. Sichern Sie den Deckel mit den Federklammern oder Drahtbügeln. Nun lassen Sie die Gläser abkühlen. Dabei entsteht ein Unterdruck, der die Deckel fest auf die Gläser zieht und sie somit luftdicht verschließt. Weil die Luft beim Kochen bereits entwichen ist, entsteht so ein konservierendes Vakuum. Zum Abschluss kommt die Deckelprobe: Liegt der Deckel danach nur lose auf, ist eine Verunreinigung womöglich die Ursache und das Einkochen hat nicht geklappt.

Wie lagere ich Einweckgläser? Wie lange sind die Lebensmittel haltbar?

Nach dem Einwecken müssen die Gläser dunkel, kühl und trocken gelagert werden. Dann halten sich die Lebensmittel mehrere Monate und bis zu einem Jahr. Theoretisch sind einige Lebensmittel auch nach einigen Jahren noch genießbar, sofern sie korrekt eingekocht und anschließend gelagert wurden. Würden sich Obst und Gemüse nur wenige Wochen halten, wäre die Prozedur für die meisten Menschen vermutlich viel zu aufwendig.

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